Nachrichten in Einfacher Sprache
vom 08.05.2026
Hier klicken um das Video abzuspielenVor 80 Jahren ist der Zweiten Welt-Krieg zu Ende gegangen. Darum gibt es in Österreich heute viele Gedenk-Feiern. In Wien gibt es am Helden-Platz das Gedenk-Fest „Fest der Freude“.
Dabei erinnern Menschen an das Ende des National-Sozialismus im Jahr 1945. Im National-Sozialismus sind viele Menschen verfolgt, eingesperrt und getötet worden. Die National-Sozialisten, kurz Nazis, haben etwa 6 Millionen jüdische Menschen ermordet. Heuer geht es besonders um die Täter. Es wird gefragt, wie so etwas passieren konnte. Das „Fest der Freude“ soll aber auch an die Opfer erinnern und zeigen: So etwas darf nie wieder passieren. Frieden in Europa ist nicht selbstverständlich. Der Krieg in der Ukraine zeigt das heute sehr deutlich.
Vor mehr als vier Jahren hat Russland die Ukraine angegriffen. Seit damals führen die beiden Länder Krieg mit einander. Die Regierung in Russland hat angekündigt, die Kämpfe vom 8. bis zum 10. Mai zu unterbrechen. In diesen Tagen erinnert Russland an den Sieg gegen Nazi-Deutschland im Zweiten Welt-Krieg. In der Haupt-Stadt Moskau gibt deshalb es eine große Feier. Russlands Präsident Wladimir Putin will verhindern, dass die Feier angegriffen wird. Jetzt soll es aber doch schon wieder Angriffe aus der Luft gegeben gegeben. Beide Länder sagen: Die andere Seite hat angegriffen. Russland sagt: Ukrainische Drohnen sind in Richtung Moskau geflogen. Eine Drohne ist ein fliegendes Objekt, das Raketen abschießen oder Bomben abwerfen kann. Der ukrainische Präsident Wolodymar Selenskyj sagt: Russische Soldaten haben in der Nacht wieder die Ukraine angegriffen und auch Drohnen eingesetzt.
In Linz in Oberösterreich sind gestern drei Menschen erschossen worden. Die Polizei hat dazu jetzt neue Informationen herausgefunden. Der mutmaßliche Täter ist ein 88 Jahre alter Mann. Mutmaßlich heißt: Es gibt Hinweise darauf,
aber die Polizei hat es noch nicht eindeutig festgestellt. Der Mann soll seine Frau und seine Tochter erschossen haben. Danach soll er sich selbst getötet haben. Vor seinem Tod hat der Mann einen Brief geschrieben. In dem Brief steht auch, dass es Streit über die Partner-Wahl der Tochter und das Erbe des Vaters gegeben haben soll. Das Erbe ist das Eigentum eines Menschen, das nach seinem Tod andere bekommen. Am Tatort sind Kerzen aufgestellt worden. In der Nähe haben haben Menschen eine Minute lang geschwiegen, um an die Opfer zu denken.
Im Parlament in Wien ist es heute um das Thema inklusive Bildung gegangen. Inklusive Bildung bedeutet: Kinder mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam in der Schule lernen. Vor dem Parlament haben heute Menschen protestiert. Sie fordern gleiche Chancen für alle Kinder. Sie wollen, dass mehr Geld für inklusive Bildung ausgegeben wird. Viele sagen auch: Es fehlen Lehrkräfte. Lehrerinnen sagen, sie sind am Limit und können nicht genug helfen. Der Bildungsminister Christoph Wiederkehr sagt: Kinder mit Behinderung sollen ein Recht auf zwei zusätzliche Schul-Hahre bekommen. Das soll ihnen helfen, später selbstständig zu leben. Behinderten-Organisationen sagen aber: Diese Hilfe soll es nicht nur in besonderen Schulen geben, sondern auch in normalen Schulen.
Vor einem Jahr ist Robert Francis Prevost zum Papst gewählt worden. Der Papst ist das Oberhaupt der katholischen Kirche. Als Papst hat Prevost den Namen Papst Leo, der 14. angenommen. Er ist der erste Papst aus den USA. Schon vor seiner Wahl hat er wichtige Aufgaben für die katholische Kirche übernommen: im Land Peru und im Vatikan. Der Vatikan ist der kleinste Staat der Welt. Er liegt mitten in der Stadt Rom, der Hauptstadt von Italien. Im Vatikan lebt und arbeitet der Papst. Papst Leo spricht oft über Frieden in der Welt. Er versucht, verschiedene Gruppen in der Kirche zusammenzubringen und Spannungen zu verringern. Es gibt aber auch Streit. Besonders mit dem US-Präsidenten Donald Trump. Der Papst ist gegen Krieg und Gewalt. Trump möchte nicht, dass der Papst sich dazu äußert.
Sender:
ORF 3
Sendedatum:
08.05.2026
Länge:
5 min
Aufrufe:
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